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Kreishandwerkerschaft Pforzheim


    

Wichtige Informationen
 
Nachfolgend finden Sie wichtige Informationen zu wichtigen Themen
 
Arbeits- und Pausenzeiten: Das gilt rechtlich
12. September 2018
 
Für Erwachsene und Jugendliche gelten unterschiedliche Regelungen für Arbeits- und Pausenzeiten. Sie werden im Arbeitszeitgesetz bzw. im Jugendarbeitsschutzgesetz vorgeschrieben. Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen sollten.

Wenn es um die Arbeitszeitreglung und die Pausen geht, muss man verschiedene Begriffe unterscheiden:
•Die Ruhepause, die während der laufenden Arbeitszeit gewährt wird und nicht zur Arbeitszeit gehört.
•Die Betriebspause, die z. B. aufgrund technischer Störungen im Arbeitsablauf "erzwungen" wird und zur Arbeitszeit zählt, also auch bezahlt werden muss.
•Ruhezeiten: Die Zeiten, die zwischen dem Ende der Arbeit und dem erneuten Beginn am nächsten Tag liegen.


Arbeits- und Pausenzeiten für Erwachsene: Das steht im Arbeitszeitgesetz

Die Arbeitszeit und Pausenregelungen werden für Erwachsene im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Danach gelten grundsätzlich die folgenden Arbeitszeitregeln:
•Sonn- und Feiertagsarbeit ist nicht zulässig; es gelten jedoch Ausnahmen
•Die Arbeitszeit darf pro Werktag maximal 8 Stunden betragen
•Die Ruhezeit muss zwischen den Arbeitsschichten mindestens 11 Stunden betragen.


Wie viel Pause darf man bei 6 oder 9 Stunden Arbeit machen?

Für die Pausen gelten folgende gesetzliche Bestimmungen:
•Beschäftigungen ohne Pause sind höchstens 6 Stunden zulässig.
•Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis maximal 9 Stunden stehen dem Arbeitnehmer mindestens 30 Minuten Ruhepause zu.
•Bei einer Beschäftigung von mehr als 9 Stunden stehen dem Mitarbeiter mindestens 45 Minuten Pause zu.
•Die zustehende Zeit für Ruhepausen kann aufgespalten werden, wobei die einzelne Ruhepause nicht kürzer als 15 Minuten sein darf.

Arbeits- und Pausenzeiten für Jugendliche: Das steht im Jugendarbeitsschutzgesetz

Die Regelungen von Arbeitszeiten und Ruhepausen richten sich nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Hier wird nach verschiedenen Altersgruppen unterschieden.

Jugendliche bis 13 Jahre: Kinder bis 13 Jahre dürfen grundsätzlich nicht beschäftigt werden.

Jugendliche von 13 bis 15 Jahre: Kinder über 13 Jahre bis 15 Jahre dürfen mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten für leichte, kindgerechte Arbeiten herangezogen werden. Sie dürfen maximal zwei Stunden pro Tag beschäftigt werden, wobei die Arbeitszeit zwischen 08:00 Uhr und 18:00 Uhr liegen muss. Eine Beschäftigung vor und während des Schulunterrichts ist ausgeschlossen.

Jugendliche von 15 bis 18 Jahre: Jugendliche ab 15 bis 18 Jahre dürfen grundsätzlich nur fünf Tage in der Woche arbeiten, wobei die maximale Wochenarbeitszeit 40 Stunden beträgt. Pro Tag dürfen maximal acht Stunden gearbeitet werden. Im Ausnahmefall sind auch achteinhalb Stunden möglich. Die Wochenarbeitszeit von 40 Stunden darf dadurch aber nicht überschritten werden.

Die Arbeitszeit darf grundsätzlich nicht vor 06:00 Uhr beginnen und muss spätestens um 20:00 Uhr enden. Es gibt allerdings auch Ausnahmeregeln.


Arbeits- und Pausenzeiten: Ausnahmen für Jugendliche ab 16 Jahre

Jugendliche über 16 Jahre dürfen
•in Gaststätten und im Schaustellergewerbe bis 22:00 Uhr beschäftigt werden.
•in Mehrschichtbetrieben bis maximal 23:00 Uhr tätig sein
•in der Landwirtschaft ab 05:00 oder bis 21:00 Uhr beschäftigt werden.
•in Bäckereien und Konditoreien bereits ab 05:00 Uhr die Arbeit aufnehmen

Jugendliche über 17 Jahre dürfen in Bäckereien und Konditoreien bereits ab 04:00 Uhr beschäftigt werden. Grundsätzlich gilt aber auch für diese Ausnahmeregelungen, dass zwischen Arbeitsende und neuer Arbeitsaufnahme mindestens 12 Stunden Ruhezeit liegen.

Bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb Stunden täglich hat der Jugendliche Anspruch auf 30 Minuten Pause. Arbeitet er mehr als sechs Stunden pro Tag, beläuft sich die Pausenzeit auf mindestens 60 Minuten. Die Pausen dürfen auch hier in "Portionen" aufgeteilt werden, die aber nicht kürzer als 15 Minuten sein dürfen. Spätestens nach viereinhalb Stunden muss der Jugendliche eine erste Pause bekommen. Die erste Pause darf nicht vor Ablauf der ersten Arbeitsstunde gewährt werden und die letzte Pause muss mindestens eine Stunde vor Arbeitsende liegen.

An einem Berufsschultag pro Woche mit mehr als fünf Schulstunden (á 45 Minuten) muss der Jugendliche für diesen Tag freigestellt werden. Bei weiteren Berufsschultagen muss der Jugendliche allerdings nur an einem Tag freigestellt werden.

Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, dürfen nur innerhalb der Schulferien für maximal vier Wochen beschäftigt werden.

Wichtig: Wenn Ihr Betrieb einem Tarifvertrag unterliegt, können hier abweichende Regelungen vereinbart werden. So wird in manchen Tarifverträgen vereinbart, dass Mitarbeiter im Schichtbetrieb zum Ende einer vollen Stunde eine Kurzpause von 5 Minuten machen können.


Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen Arbeits- und Pausenzeiten einhalten

Die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen müssen von vorneherein feststehen. Das heißt nicht, dass der Arbeitgeber diese auf eine bestimmte Uhrzeit festlegt. Er kann auch einen Zeitraum bestimmen, innerhalb dem der Arbeitnehmer seine Pause – entsprechend der gesetzlichen Normen – selbst bestimmt. Die Einhaltung der Normen bedeutet für den Mitarbeiter
•dass er Pausen von mindestens 15 Minuten einhalten muss. Die berühmte "Zigarettenpause" von 5 Minuten kennt der Gesetzgeber nicht.
•ein Verzicht auf die Pausen nicht möglich ist, um dadurch früher Feierabend zu machen.

Quelle: dhz Deutsche HandwerksZeitung

Was bei neuen Azubis zu beachten ist
12. September 2018
 
Vor dem ersten Lohn benötigen Arbeitgeber einige Informationen vom neuen Azubi. Aber was tun, wenn die steuerliche Identifikationsnummer fehlt?

Jedes Jahr im August und September starten die neue Lehrlinge mit ihrer Ausbildung. Um in Punkto Azubi insbesondere lohnsteuerlich auf der sicheren Seite zu stehen, sollte der Ausbildungsbetrieb im Vorfeld einige Dinge abfragen.

Vor der ersten Lohnabrechnung sollte der Arbeitgeber seinen Auszubildenden nach seiner Kirchenzugehörigkeit, nach seinem Geburtsdatum und nach seiner Identifikationsnummer fragen. Außerdem sollte er sich bescheinigen lassen, dass es das erste Dienstverhältnis für den Azubi ist. Bei Ausbildungsgehältern bis zu 1.000 Euro im Monat fallen bei Lohnsteuerklasse I grundsätzlich keine Steuern an.

Bei der Frage nach der Identifikationsnummer wird so mancher Azubi nicht wissen, was das ist und woher er sie bekommen soll. Die Identifikationsnummer wurde bereits vor Jahren allen Bundesbürgern vom Bundeszentralamt für Steuern aus dem Postweg zugeschickt. Die Eltern des Azubis müssten irgendwo Post mit der Identifikationsnummer haben. Finden die Eltern die Nummer nicht, kann diese erneut beim Bundeszentralamt für Steuern angefordert werden.

Die erneute Anforderung der Identifikationsnummer kann unter dem folgenden Link erfolgen: https://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Steuerliche_Identifikationsnummer/ID_Eingabeformular/ID_Node.html

Die Identifikationsnummer bekommt jeder Bundesbürger – egal wie alt – ein einziges Mal im Leben ausgestellt. Diese Identifikationsnummer ändert sich während des Lebens nie wieder und bleibt auch nach dem Tod erhalten. So ist das Finanzamt über alle steuerlichen Aktivitäten (steuerliche Erfassung, Umzug, etc.) eines Bürgers im Bilde. dhz

Quelle: dhz Deutsche HandwerksZeitung 24.08.2018

Neues Gesetz bringt wohl keine Entlastung für grenznahe Handwerker
05. September 2018
 
Deutsche Unternehmen, die vorübergehend Mitarbeiter für bestimmte Tätigkeiten nach Frankreich entsenden, müssen auch in Zukunft mit erheblichem Verwaltungsaufwand rechnen. Ein Gesetz zur Neuregelung der Mitarbeiterentsendung, das voraussichtlich im Herbst in Kraft tritt, wird wohl nicht die ersehnte Entlastung bringen. Dabei war dies ursprünglich so angekündigt.

„Es müssen noch viele Details geklärt werden. Das Gesetz soll zwar ein Schritt in Richtung eines offeneren Binnenmarktes sein. Dafür fehlen aber unter anderem Erleichterungen für Handwerker, die grenzüberschreitend arbeiten. Hier sollte aus unserer Sicht nachgebessert werden“, sagt der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT), Rainer Reichhold.

In der jetzigen Version des Gesetzes seien viele Regelungen nur vage formuliert. Die Auswirkungen für deutsche Unternehmen, die in Frankreich tätig sein wollen, blieben so weitgehend unklar. Beispielsweise solle zwar die kurzfristige Entsendung von Mitarbeitern vereinfacht werden; für welche Art von Tätigkeiten dies gelte, müsse aber erst noch durch Erlässe definiert werden.

Auch die ursprünglich vorgesehene Möglichkeit, per Staatsvertrag gesonderte Regelungen für die französischen Grenzregionen zu vereinbaren, wurde gestrichen. „Hier wurde eine Möglichkeit verschenkt, sinnvolle und pragmatische Regelungen für den wirtschaftlichen Austausch am Oberrhein gemeinsam zu gestalten. Nun hängt alles davon ab, wie die Verwaltungen das Gesetz auslegen. Da droht ein neuer Bürokratieberg statt ein unkompliziertes grenzüberschreitendes Arbeiten“, so Landeshandwerkspräsident Reichhold.

Außerdem seien die Sanktionen für Verstöße drastisch verschärft worden. Diese betragen zukünftig bis zu 4.000 Euro pro entsandtem Mitarbeiter bzw. bis zu 8.000 Euro im Wiederholungsfall innerhalb von zwei Jahren. Unverändert bleibe die im Baubereich geltende Regelung, dass die dort für jeden Arbeitnehmer verpflichtende „carte d’identification professionnelle“ durch ausländische Unternehmen bei jeder Entsendung erneut beantragt werden muss. Bei französischen Arbeitnehmern gilt sie dagegen für die gesamte Dauer des Arbeitsvertrags. Aber es gebe auch Positives im neuen Gesetz: Die Meldegebühr von bis zu 50 Euro je Mitarbeiter entfalle, ebenso wie die Meldepflicht, wenn noch kein Vertragsverhältnis zwischen Arbeitgeber und besuchter Person besteht. Damit würden Messeentsendungen oder Besuche zur Kundenakquise ohne Bürokratie möglich.

Redaktion:
Marion Buchheit
Pressesprecherin
Tel. 0711/263709-105

Quelle: BWHT Pressemeldung 53/2018
Bild: Pixabay

Elektro-Innung spendet Stromsparbox
08. August 2018
 
In fast allen Haushalten schlummern unerkannte Stromfresser, die nicht nur unnötig die Energieressourcen, sondern mitunter auch das Konto leerziehen. Bitter, vor allem, wenn das Geld sowieso knapp sitzt. Das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) bietet deshalb gezielt für einkommensschwache Haushalte im Enzkreis eine kostenlose Energieberatung vor Ort im Haus oder in der Wohnung an. Und obendrauf gibt’s für die ersten 100 Haushalte, die sich beteiligen, eine Stromsparbox gestiftet von der Elektro-Innung Pforzheim-Enzkreis.
In der finden sich neben zahlreichen praktischen Informationen zum Energiesparen im Alltag auch eine abschaltbare Steckdosenleiste, eine Zeitschaltuhr und eine verbrauchsarme LED-Lampe.

„Wir wollen den Bürgern die Mittel an die Hand geben, um Energie zu sparen“, sagt EBZ-Beraterin Magdalena Langer. Die Aktion für einkommensschwache Haushalte laufe auch mit dem Jobcenter zusammen. „Um die Leute zu ermutigen, zu uns zu kommen“, so Langer.

Das Wichtigste sei, eine Bewusstseinsänderung zu erreichen, sagt auch Andreas Kling von der Elektro-Innung: „Die meisten Menschen sind schwer dazu zu bewegen, ihre Gewohnheiten zu ändern.“ Das sei aber notwendig, um effektiv Energie einzusparen. Die Stromsparbox soll die Verbraucher vor allem für das Thema sensibilisieren.

Dass sie alleine nicht die ganz große Rettung in Sachen Energieeinsparung sein kann, weiß auch Kling: „Das ist mehr symbolisch gedacht.“ Allersdings mache „Kleinvieh auch Mist“, so Kling: „Die ganzen Stand-by-Geräte wie Fernseher oder PC verbrauchen Strom, auch wenn sie nicht genutzt werden, ebenso wie der ungenutzte Handyladestecker, der noch achtlos an der Steckdose hängt.“ Das alles könne über die abschaltbare Steckdosenleiste per Knopfdruck komplett vom Netz genommen werden. Häufig fehle es auch an elementarem Wissen über den technischen Fortschritt, so Kling: „Dass es LED-Leuchten auch in Glühlampenform gibt, ist für viele noch unbekannt. Die denken, sie müssten ihre ganzen Lampen austauschen, wenn sie Strom sparen wollen.“

Quelle: Pforzheimer Zeitung v. 03.08.2018

Fachkräfteproblematik im Handwerk drastischer
06. August 2018
 
Mit 158 Tagen lagen die Vakanzzeiten im baden-württembergischen Handwerk im ersten Halbjahr 2018 über dem Landesdurchschnitt – dies geht aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Über alle Berufe hinweg lag der Wert bei nur 120 Tagen. Damit blieb eine offene Stelle im Handwerk ab geplantem Beschäftigungsbeginn mehr als fünf Monate unbesetzt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Vakanzzeit im Handwerk um 12 Tage gestiegen. Dass die durchschnittliche Steigerung bei nur fünf Tagen lag, zeigt, dass sich die Fachkräfteproblematik im Handwerk drastischer äußert als in anderen Berufen. Besonders schwer zu besetzen waren Stellen im Ausbaubereich. Die höchsten Vakanzzeiten gab es in den Bereichen Sanitär-Heizung-Klima und Klempnerei (204 Tage) sowie bei der Bodenverlegung (190 Tage). Bei Letzterer kommt erschwerend hinzu, dass auf Grund der Meisterfreiheit vieler Bodenlegeberufe zu wenige Fachkräfte ausgebildet wurden.

Mit Stand Juni 2018 lag das Verhältnis von Arbeitssuchenden zu offenen Stellen bei Eins. Das bedeutet, dass rechnerisch auf jeden Arbeitssuchenden eine freie Stelle kam. Praktisch steht dies jedoch für einen leergefegten Arbeitsmarkt, schließlich müssen Qualifikation und Region ebenfalls zusammenpassen. Im Bauhaupt- dem Ausbau-, dem Kfz- und dem Gesundheitshandwerk gab es sogar weniger Arbeitssuchende als offene Stellen.

Quelle: BWHT
Bild: pixabay

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